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Schlichtung im Telefonsektor

Rechte

Als Kunde eines Telefonanbieters haben Sie das Recht, einen Vertrag abzuschließen, aus dem folgende Informationen klar hervorgehen:

  • Name und Anschrift des Anbieters;
  • die erbrachten Dienste, das Qualitätsniveau der angebotenen Dienste sowie die für den Erstanschluss notwendige Zeit;
  • die Art der angebotenen Instandhaltungsdienste;
  • ausführliche Informationen über Kosten und Tarife sowie über die Möglichkeit, aktualisierte Informationen über die geltenden Tarife und die Instandhaltungskosten zu erhalten;
  • die Dauer des Vertrags sowie die Bedingungen für Verlängerung und Einstellung der Dienste und des Vertrags;
  • die Bestimmungen über die zustehenden Entschädigungen für den Fall, dass das vertraglich festgelegte Qualitätsniveau nicht erreicht wird;
  • die Art und Weise, wie die Verfahren zur Beilegung von Streitfällen eingeleitet werden können.

Einige Anbieter führen im Vertrag ihr Angebot oder den Tarifplan an und erklären gleichzeitig, wo die entsprechenden Preise und Tarife zu finden sind.

Außerdem haben Sie das Recht,

  • klar und ausführlich über Kosten und Tarife informiert zu werden;
  • unter Einhaltung der Bestimmungen über den Datenschutz in das allgemeine Telefonbuch eingetragen zu werden sowie Zugang zu den Telefonverzeichnissen zu erhalten;
  • Zugang zum Kundendienst durch Vermittlung zu erhalten;
  • bei Störungen oder Unzulänglichkeiten des Dienstes ohne zusätzliche Kosten Beschwerde und Hinweise einzureichen, wobei der Anbieter bekannt geben muss, auf welchem Weg (telefonisch, schriftlich, über Fax oder Internet) dies geschehen kann;
  • auf Anfrage im Rahmen der geltenden Bestimmungen Ihre Rufnummer oder Ihre Rufnummern unabhängig vom Anbieter beizubehalten.

Schließlich müssen spezifische Dienste und Leistungen, wie die detaillierten Rechnung und die gezielte Anrufsperre für abgehende Gespräche gewährleistet werden, damit Sie Ihre Ausgaben überprüfen oder bestimmte Tarifbegünstigungen in Anspruch nehmen können.

Die detaillierte Rechnung

Ohne zusätzliche Kosten können Sie bei Abschluss des Vertrages verlangen, dass in der Rechnung alle notwendigen Daten angegeben werden, um die Kosten jedes einzelnen von Ihrem Festnetztelefon abgehenden entgeltlichen Gesprächs zu überprüfen. So wird für jedes Gespräch Folgendes angegeben:

  • Datum;
  • Uhrzeit des Gesprächsbeginns;
  • gewählte Rufnummer (ausgenommen die letzten drei Ziffern in Anwendung der Bestimmungen über den Datenschutz) und entsprechende Ortschaft;
  • Dauer und Kosten;
  • Art des Gesprächs;
  • angewandte Gebühren nach Art des Gesprächs sowie allfällige Ermäßigung.

Die kostenlosen Gespräche werden in der detaillierten Rechnung nicht angeführt.

Anrufsperre für abgehende Gespräche

Dieser Dienst ermöglicht es, Ihr Festnetztelefon für bestimmte abgehende Gespräche zu sperren. Der Anbieter eines Direktzugangs muss diesen Dienst auf Anfrage gewährleisten; der Anbieter eines indirekten Zugangs ist hingegen nur verpflichtet mitzuteilen, ob der Dienst gewährleistet wird oder nicht.
Aktiviert werden kann Folgendes:

  • Anrufsperre für bestimmte Rufnummern;
  • Anrufsperre durch Eingabe einer Geheimzahl bzw. eines PIN-Codes, um Ihr Telefon nach Wunsch zu aktivieren bzw. zu deaktivieren: Auf diese Weise verhindert Ihr Anbieter, dass bestimmte Rufnummern von Ihrem Telefon aus angerufen werden können.

Die Anrufsperre für abgehende Gespräche umfasst in der Regel die Dienste gegen Aufpreis sowie besonders kostspielige Dienste. In den Vertragsbedingungen und mindestens einmal im Jahr informiert Sie der Anbieter mit einer der Rechnung beigelegten Mitteilung über die Möglichkeit, diesen Dienst in Anspruch zu nehmen, sowie über die Rufnummern, die gesperrt werden können. Für weitere Details wenden Sie sich an Ihren Anbieter!

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Tarifermäßigungen und andere Vergünstigungen

Der Telefonanbieter, der den sogenannten Universaldienst zu erbringen hat (zur Zeit Telecom Italia), muss Tarifoptionen und -formeln vorschlagen, die auch Benutzern mit niedrigem Einkommen oder mit besonderen sozialen Bedürfnissen die Inanspruchnahme der öffentlichen Telefondienste gewährleisten.

Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie spezielle Tarifermäßigungen in Anspruch nehmen.
Sie haben Anspruch auf eine 50 %ige Ermäßigung der Grundgebühr für einen Privatanschluss (Kategorie B) bei Telecom Italia, wenn Sie folgende zwei Voraussetzungen erfüllen:

1. Wenn in Ihrem Haushalt entweder

  • ein Empfänger einer Zivilinvalidenrente oder
  • ein Sozialrentenempfänger oder
  • eine Person über 75 Jahre oder
  • ein arbeitsloses Familienoberhaupt lebt;

2. Ihr Indikator der Einkommens- und Vermögenslage (ISEE) 6.713,93 € (13.000.000 Lire) jährlich nicht übersteigt. Der ISEE deckt sich nicht mit dem Einkommen, sondern wird auf der Grundlage des Einkommens errechnet, wobei auch folgende Faktoren berücksichtigt werden:

  • die Zahl der Familienmitglieder;
  • das bewegliche und unbewegliche Vermögen;
  • allfällige Abzüge für die Familienwohnung.

Auch bei einem Einkommen von mehr als 6.713,93 € jährlich könnten Sie die Vergünstigung in Anspruch nehmen. Um die Ermäßigung zu beanspruchen, müssen Sie Ihren ISEE kennen. Zu diesem Zweck können Sie sich an eine der folgenden Stellen wenden:

  • die territorial zuständige Zweigstelle des INPS-NISF;
  • einen Steuerdienst (CAAF);
  • Ihre Wohnsitzgemeinde.

Nach Errechnung des ISEE müssen Sie ein Ansuchen an Telecom Italia richten, indem Sie den entsprechenden Vordruck ausfüllen, der bei folgenden Stellen aufliegt:

  • territorial zuständige Zweigstelle des INPS-NISF;
  • Steuerdienste (CAAF);
  • örtliche Zweigstellen der Verbraucherorganisationen,
  • Geschäfte Punto.187 von Telecom Italia oder Website www.187.it

Die Vergünstigung kann auch bei CS- oder CPS-Verträgen mit einem anderen Telefonanbieter als Telecom Italia angefordert werden.

Außerdem können Sie von der Bezahlung der monatlichen Grundgebühr (Kategorie B - Privatkunden) befreit werden, wenn ein Angehöriger Ihres Familienhaushalts ein Hörgeschädigter und zugleich Sehbehinderter ist, der eine telefonische Vorrichtung für Taubstumme (DTS) benutzt. Für die Inanspruchnahme dieser Vergünstigung ist bei Telecom Italia eine Bescheinigung über die Erfüllung dieser Voraussetzungen vorzulegen.

Neben den genannten Vergünstigungen können die Anbieter weitere Vergünstigungen vorsehen. Die Servicehefte der Telefongesellschaften können nämlich Maßnahmen vorsehen, um auch Benutzern mit besonderen Bedürfnissen (z.B. Behinderten und Senioren) eine Inanspruchnahme der Telefondienste zu gewährleisten und allfällige Hindernisse zu beseitigen.

Diese Maßnahmen können Folgendes beinhalten: verkürzte Zeiten und Vorrang bei der Aktivierung der Dienste und bei der Umsetzung der vertraglichen und technischen Änderungen sowie Kundendienst nach spezifischen Wünschen. Für nähere Informationen wenden Sie sich an Ihren Anbieter!

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Was können Sie unternehmen, wenn Sie mit dem Dienst unzufrieden sind?

Beschwerde

Bei Störungen oder Mängeln haben Sie das Recht, bei den Anbietern, mit denen Sie einen Vertrag abgeschlossen haben, ohne zusätzliche Kosten Beschwerde einzureichen; dies kann nach Anweisungen des Anbieters telefonisch, schriftlich, über Fax oder online geschehen.

Im Serviceheft eines jeden Anbieters ist die Frist für die Behandlung der Beschwerde angegeben, die auf keinen Fall 45 Tage ab Einlangen überschreiten darf; das Ergebnis wird Ihnen vom Anbieter mitgeteilt.
Auch bei Nichterfüllung der vertraglichen Verpflichtungen des Anbieters bezüglich des im Serviceheft zugesicherten Qualitätsniveaus erhalten Sie automatisch eine Entschädigung oder können eine solche einfordern.

Beachten Sie:

  • Wird die Beschwerde für begründet erachtet, muss Ihnen der Anbieter erklären, wie die Störung behoben wird und welche Folgemaßnahmen ergriffen werden;
  • wird die Beschwerde für unbegründet erachtet, muss Ihnen dies schriftlich mitgeteilt werden, mit Angabe der vom Telefonanbieter durchgeführten Kontrollen.

Sind Sie mit der Antwort des Anbieters nicht zufrieden, können Sie ein besonderes Verfahren in Anspruch nehmen, nämlich den obligatorischen Schlichtungsversuch, bevor das ordentliche Gericht angerufen wird.