Mitteilungen

Der verfluchte Überraschungseffekt

Fast täglich erlebt in Südtirol jemand einen Betrugsversuch über soziale Medien oder am Handy. Der Kommunikationsbeirat des Landes warnt.

AUDIO: Morgengespräch RAI vom 16.01.2026

Bitte kontaktieren Sie umgehend unsere Büros vom Centro Unico Primario“, heißt es in der SMS. Und es wird verlangt, dass der oder die Betroffene schnellstens Gesundheitsdaten weitergibt. SMS wie diese bekommen wir alle ständig, wenn nicht täglich, auf unsere Handys.

Angebote im Internet verlocken zu schnellem Kauf und dahinter stecken oft Betrüger. In den Medien kursiert derzeit das Angebot eines Juweliers, der, angeblich wegen Geschäftsaufgabe, seinen Schmuck extrem billig loswerden wolle. Viele sind darauf hereingefallen.

Betrüger werden immer schlauer

Es sind Leute, die an unsere persönlichen Daten wollen oder schlichtweg an unser Geld. Der Kommunikationsbeirat des Landes warnt. Denn nicht nur die Betrugsmaschen werden immer ausgefeilter, auch die KI, also die künstliche Intelligenz, hilft Betrügern und Betrügerinnen, ihre wahren Absichten zu tarnen.

Bald täglich werden auch in Südtirol Menschen in Fallen gelockt und von Betrügern ausgenommen. Sie kaufen Waren, die es nicht gibt, geben ihre Kontodaten weiter an „falsche Carabinieri“ oder geben von sich Daten preis, die Betrügern später nützlich werden. Betrugsfälle gibt es immer und überall.

Opfer sind nicht nur die Alten

Es erwischt nicht nur die wenig Gebildeten oder die Neulinge in der Welt der sozialen Medien, sondern auch gut Informierte und Studierte, sagt die Präsidentin des Kommunikationsbeirates des Landes, Judith Gögele. Gudrun Esser hat mit ihr gesprochen. Darüber, wie man sich schützen kann, wie man richtig von falsch unterscheidet, was man tut, wenn man einen Verdacht hat. Wichtigste Regel: nachdenken statt blind gehorchen

Wenigsten einmal kurz darüber nachdenken, bevor man etwas tut. Bevor man auf einen blinkenden Knopf klickt, bevor man mit empfindlichen eigenen Daten herausrückt. Auflegen und Nachdenken und dann eigenständig die Leute fragen, die täglich damit zu tun haben: Den Bankangestellten des Vertrauens, die Carabinieri oder die Stadtpolizei um die Ecke, die eigenen Kinder oder die Freundin. Wichtig ist nur: Sich aus dem Stress, in denen eine die Betrüger hineinmanövrieren, zu lösen und mit Ruhe zu handeln.

 

KOM

Logo - Südtiroler Landtag