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Anstieg von Telefonbetrügereien: Der Landesbeirat für das Kommunikationswesen erklärt, wie man sich schützen kann
Auf WhatsApp kursiert in diesen Tagen der sogenannte „Ballerina“-Betrug, der tausende Nutzer in ganz Italien trifft. Es handelt sich um eine ausgeklügelte Form des Smishing (Phishing über Messaging-Dienste), die das Vertrauen in Freunde, Familienmitglieder oder Bekannte ausnutzt, um die Kontrolle über Accounts zu stehlen und sich wie ein Virus weiterzuverbreiten.
Die typische Nachricht kommt von einem bereits im Adressbuch gespeicherten Kontakt und enthält das Foto eines jungen Mädchens im Ballerinakostüm sowie einen einfühlsamen und beruhigenden Text, etwa: „Hallo! Kannst du für Federica (oder andere Namen) abstimmen? Sie ist die Tochter einer Freundin / die Nichte von … Sie nimmt an einem Tanzwettbewerb teil und mit deiner Stimme kann sie ein Stipendium für ein Jahr kostenlose Kurse gewinnen. Es kostet nichts, einfach hier klicken: [Link]“.
Es wird stets betont, dass „keine Zahlung erforderlich“ sei, um die Hemmschwelle zu senken und die Anfrage harmlos erscheinen zu lassen. Der Link führt jedoch zu keinem Tanzwettbewerb: Klickt man darauf, wird man auf eine gefälschte Website weitergeleitet, die das Erscheinungsbild einer offiziellen Plattform (ähnlich wie Facebook) nachahmt und dazu auffordert, die eigene Telefonnummer einzugeben sowie einen per SMS von WhatsApp erhaltenen Bestätigungscode einzugeben (den bekannten sechsstelligen Code, der zur Registrierung des Accounts auf einem neuen Gerät dient).
„Indem man diesen Code weitergibt“, erklärt Judith Gögele, Präsidentin des Landesbeirates für das Kommunikationswesen, „überlässt das Opfer den Betrügern unwissentlich die Schlüssel zu seinem WhatsApp-Account.“ Innerhalb weniger Minuten verliert die betroffene Person den Zugriff auf ihr Profil (WhatsApp wird vom Telefon abgemeldet, die Betrüger übernehmen den Account und beginnen, dieselbe Ballerina-Nachricht an alle Kontakte des Opfers zu senden, wodurch sich der Betrug exponentiell verbreitet). Nach einigen Stunden folgen Geldforderungen: „Ich brauche dringend Geld“, „Mir wurde das Portemonnaie gestohlen“, „Familienprobleme“ usw., wobei das Vertrauen der Kontakte ausgenutzt wird.
Das richtige Verhalten, um nicht auf ähnliche Betrugsmaschen hereinzufallen, ist recht einfach. „Man sollte niemals verdächtige Links öffnen, die über WhatsApp eingehen – auch wenn sie von Freunden oder Verwandten stammen“, erklärt Gögele. „Im Zweifelsfall sollte man den Absender sofort telefonisch kontaktieren, nicht per Chat.“
Der Landesbeirat für das Kommunikationswesen empfiehlt außerdem, niemals persönliche oder Bankdaten weiterzugeben, sich nicht unter Druck setzen zu lassen, verdächtige Nummern zu blockieren und sich in das öffentliche Widerspruchsregister einzutragen. Man sollte zu vorteilhaften Angeboten misstrauisch sein und im Zweifelsfall das Gespräch beenden und die offizielle Stelle direkt kontaktieren. Zudem gilt: nicht auf unbekannte Nummern antworten, insbesondere nicht auf ausländische; das Gespräch sofort beenden, wenn die Person drängt oder persönliche Fragen stellt; und Nummern nicht zurückrufen, die nur einmal kurz angeklingelt haben.
KOM

